Getreidefreie Leckerchen – endlich sind sie da!

Es hat etwas gedauert, lange haben wir getüftelt, aber ENDLICH sind Sie da!

getreidefreie LeckerchenUnsere getreidefreie Leckerchen!

Monate haben wir an diesem Rezept gearbeitet. Wir fühlen uns fast wie Edisson der 1000 Wege kennt, wie man eine Glühlampe nicht herstellt. Nichts blieb unversucht und wir hatten von Kaugummi über Spachtelmasse bis hin zu getreidefreiem Staub vermutlich alles als Ergebnis. Doch dann kam der Durchbruch! Durch unsere geheime Rezeptur können wir auf jegliche Tricks verzichten! Keine Geschmacksverstärker, keine Lockstoffe, keine Bindemittel, keine Konservierungsmittel, keine Farbstoffe. Wir sagen: 0% Blödsinn!

Unser Trick sind gute Zutaten!

Es gibt Leckerchen am Markt für die sich Hunde begeistern lassen, und sie kosten fast nichts. Super, oder? Ja, so lange bis man sich die Zutaten anschaut. Wenn man weiß, was sich hinter den Stichworten wie „tierische Nebenprodukte“, „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, „Öle und Fette“ usw. verbirgt, dann versteht man, warum das so billig ist. Es sind absolut minderwertige Zutaten, teilweise einfach ohne Nährwert, oft aber auch einfach widerlich!

Wir haben dem Schrott den Kampf angesagt. Unser Trick sind gute Zutaten! Wenn man die richtig verarbeitet, kriegt man wunderbare Ergebnisse die dein Hund lieben wird. Probier es aus. Hier gehts zu unserem Shop.

Aber wir haben ein Problem:

Uns fehlt ein Name für getreidefreie Leckerchen !

Leider haben wir im Stress der letzten Monate noch keinen guten Einfall für einen Produktnamen. Und hier kommst du ins Spiel! Schreibe uns in die Kommentare zu dem Beitrag auf Facebook deine Vorschläge! Am besten mit einem kurzen Satz, warum unsere getreidefreien Leckerchen genau so heißen müssen. Der Wettbewerb läuft so lange, bis wir einen Namen für unsere Leckerchen haben der uns gefällt. Aber natürlich muss sich die Mühe lohnen. Deshalb verlosen wir unter jeweils 20 beitragenden Personen eine 5€ Gutschein für unseren Shop.

Aber es kommt noch besser: Derjenige der den Gewinnervorschlag einreicht, bekommt einen 30€ Gutschein für unseren Shop und die erste Packung getreidefreie Leckerchen mit dem neuen Namen gratis zur Bestellung dazu!

Alle Konditionen zum Gewinnspiel findest du hier.

 

Du willst uns noch weiter helfen? Dann Teile diesen Beitrag auf Facebook, twitter, Instagram oder wo du sonst noch unterwegs bist!

 

Mantrailing – ein klasse Trend!

Gefahr im Verzug?

Mit erschrockenen Gesichtern schauen Passanten auf die Frau, die an viel zu langer Leine von einem offensichtlich viel zu starken Hund durch die gut besuchte Fußgängerzone gezerrt wird. Von den Lefzen des großen Rüden trieft der Geifer, während er sich ins Geschirr wirft und die Frau am anderen Leinenende kaum mit ihm Schritt halten kann.

Die Situation wirkt zunehmend unkontrollierbar, und Beobachter halten sich bestürzt die Hand vor den Mund, als das kräftige Tier gezielt auf einen scheinbar unbeteiligt wartenden Mann zustürmt und diesen dann mit einer Wucht anspringt, dass der so Bedrängte beinahe zu Boden geht. Was dann folgt, ist für die meisten Zuschauer überhaupt nicht mehr nachvollziehbar: Mann und Frau loben freudestrahlend und überschwänglich den vierbeinigen Aggressor und bieten ihm Futter und Wasser an.

Solche und ähnliche Szenen sind derzeit immer häufiger in Deutschlands Städten zu beobachten. Mantrailing ist beinahe schon zu einer Art Bewegung geworden: Wer diesem Mensch-Hund- Zusammenspiel einmal verfallen ist, bleibt dieser Faszination erlegen …

Unsere Spürnase

So oder ähnlich ging es auch uns am Anfang unseres Trailtrainings.
Vor lauter Euphorie rannte Linus durch Straßen, Tunnel, Waldwege, Feldwege, Fußgängerzonen um die verlorene Person zu erschnüffeln.
Schon mit 9 Monaten haben wir mit Linus das Trailen angefangen. Er ist eben ein Beagle und braucht auf jeden Fall angemessene Beschäftigung und Auslastung. Und das geht nur mit Nasenarbeit. Durch diesen Ausgleich war es uns möglich, ihn frei laufen zu lassen, vorher undenkbar. Durch seine Arbeit im Mantrailing war er ausgeglichen und hatte gar nicht mehr das Bedürfniss zu jagen. Wir müssen ihn nur 1-2 mal die Woche richtig auslasten.

Was ist Mantrailing überhaupt?

Der Begriff Mantrailing kommt aus dem Englischen und bedeutet die Verfolgung einer menschlichen Duftspur. Der Hund orientiert sich beim Mantrailing am Individualgeruch der zu suchenden Person. Und das auf jedem Untergrund: Wald, Wiese, Stein, Asphalt, oder sonst etwas.

Da wir Menschen ständig Hautschuppen verlieren – tausende in einer Minute – die überall verstreut werden, kann der Hund anhand dieser Hautschuppen der Spur des Menschen folgen. Weitere unverwechselbare Geruchskomponenten sind ausgefallene Haare und Körperausdünstungen wie verbrauchte Atemluft und Schweiß, die der Gesuchte wie eine für den Hund gut wahrnehmbare Schleppe hinter sich herzieht. Blut ist dabei noch intensiver vom Geruch, aber wir wollen mal nicht hoffen, dass sich beim Funtrail, um den es hier geht, jemand verletzt. Mit Hautschuppen und Haaren hinterlässt das Suchziel zusätzlich Bakterien, die den menschlichen Körper in individueller Zusammensetzung besiedeln. Sie sind ursächlich für die Zersetzung von Haut- und Haarzellen – ein biochemischer Prozess, anhand dessen erriechbarem Fortschritt der suchende Hund einen frischen Trail von einem Alten unterscheiden kann. Idealer- und logischerweise folgt der Hund nun der frischen Spur. Für uns ist es kaum vorstellbar, dass so etwas möglich ist, aber mit dem ausgezeichneten Geruchssinn unserer Hunde ist das kein Problem.

Eine geübte Hundenase kann einen Trail noch nach Tagen verfolgen!

Natürlich kann man den Hund mit diesen Fertigkeiten auch zum Rettungshund für Ernstfälle ausbilden, das ist aber sehr zeitaufwendig. Wir gehen hier nur von Mantrailing für die Freizeit aus, also Funtrail!

Wie geht das jetzt genau?

Für das Mantrailing Training benötigt man wenig. Ein gut passendes Geschirr, eine ca. 5 Meter lange Leine und feuchte Leckerchen, die der Hund wirklich gerne mag. Ausgestattet mit viel Spaß und Motivation wird man dann mit einem scheinbar wild an der Leine ziehenden Hund durch die Gegend laufen und sich freuen, wenn der Hund das tut, was er am besten kann: seine Nase zur Spurensuche nutzen. Ganz nach dem Motto „Ich rieche was, was Du nicht siehst“.

Also, los gehts:

Zuerst bekommt der Hund einen Geruchsgegenstand der zu suchenden Person. Das kann ein Kleidungsstück, ein Alltagsgegenstand wie Haarbürste oder ein Schlüssel sein. Man hält dem Hund den Geruchsträger der zu suchenden Person in einer Tüte hin ohne den Geruchsträger selbst zu berühren, sodass man ihn nicht mit dem eigenen Geruch kontaminiert. Anschließend gibt man ihm das Kommando loszulegen. Z.B. „Riech“ um den Geruch aufzunehmen und dann das Kommando „Trail“ oder „Such“ um den Trail zu starten.

 

Woher weiß der Hund jetzt was er tun soll?

Das muss man ihm beibringen. Bei den ersten Übungen bekommt der Hund den Geruchsträger vor die Nase gehalten, wobei er die zu suchende Person noch sehen kann und diese mit der Spur verknüpfen kann. Wenn er die Verbindung zwischen Geruchsträger und gesuchter Person hergestellt hat, kann man beginnen das Kommando einzuführen. Dieses Kommando sollte dann aber unbedingt ausschließlich fürs Trailen verwendet werden! Bitte überlegt euch die Kommandos im Voraus und benutzt dann genau eines für jeden Vorgang, damit eure Fellnase nicht unnötig verwirrt wird.

Jetzt gehts los!

Jetzt wird der Hund sich mächtig ins Zeug legen und der Spur folgen. Schwierig ist es für manche Hunde nur, andere Gerüche auszublenden während sie trailen und nur ihrer einen Spur zu folgen. Für unseren Linus manchmal eine Herausforderung, vor allem wenn läufige Hündinnen in der Gegend unterwegs waren. Hasen oder Rehe sind ihm aber während des Trails völlig egal.
Wir sind einmal durch den Wald getrailt, als plötzlich ein Reh unseren Weg kreuzte. Obwohl er ein Jagdhund mit sehr ausgeprägtem Jagdinstinkt ist, hat er nur kurz den Kopf gehoben und ist dann brav seiner Spur weiter gegangen. Nach dem Motto “ erst die Arbeit dann das Vergnügen“!

Doch nicht der Hund alleine macht seine Arbeit, auch der Hundeführer hat ausreichend zu tun. Er muss seinen Hund „lesen“ können. Also die Signale, welche der Hund während der Suche gibt, wie feinste Änderungen in der Körperhaltung, Rute, Bewegungen des Kopfes, bemerken, richtig deuten und entsprechend reagieren.

 

Was es beim Trailen zu beachten gibt.

Am Anfang fängt man natürlich mit sehr kurzen Strecken an um den Hund nicht zu überfordern. Nach langem Training sind jedoch auch mehrere Kilometer lange Trails möglich.
Bitte beachtet aber, dass Trailen sehr anstrengend für unsere Hunde ist, sodass sie nicht zu viele Trails hintereinander laufen sollten. Oft reicht ein langer Trail schon aus um eure vierbeinige Riechmaschine auszupowern.

Wichtig

Dem Hund muss nach dem Trail immer ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt werden. Manchmal hören die Hunde nach getaner Arbeit kaum auf zu trinken. Wenn es im Sommer sehr heiß wird, sollte man daher auch aufs Trailen verzichten bzw. nur in den frühen Morgenstunden durchführen, da der Hund sonst einen Hitzschlag bekommen kann.
Siehe letzten Blog.

Wird es dem Hund nicht irgendwann langweilig?

Ganz klar nein, wenn man ihm entsprechend Abwechslung bietet. Wenn man von ihm erwartet jeden Tag den gleichen Trail zu laufen  wird das natürlich schnell öde, aber man hat sehr viele Variationsmöglichkeiten, ohne viel Aufwand: Unterschiedliche Gegenden, verschiedene Längen oder erhöhte Schwierigkeitsgrade z.B. durch Differenzierung von Personen.

Wie steigt der Schwierigkeitsgrad?

Eine Person versteckt sich und ein oder zwei weitere Personen werden auf dem Trail platziert. Diese reagieren aber nicht auf den Hund.
Dadurch muss der Hund die Gerüche differenzieren lernen und dem ursprünglichen Geruch folgen. Wenn er dann endlich bei der gesuchten Person angekommen ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, mit denen der Hund anzeigen kann, dass er die gesuchte Person gefunden hat.

Mantrailing-1Gefunden!

Das kann beispielsweise Bellen sein, was man aber oft nicht möchte. Unser Linus ist sowieso „nicht auf die Schnauze gefallen“ und daher ermuntern wir ihn nicht noch weiter zum bellen. Besser finden wir daher das Anzeigen durch Sitzen vor der Person, sodass man klar erkennen kann, dass er die gesuchte Person gefunden hat. Erst dann wird er überschwänglich gelobt und bekommt seine Leckerchen. Da der Hund sehr aufgeregt bis völlig aus dem Häuschen sein wird, sollte die Belohnung weich und gut zu schlucken sein, denn er wird ordentlich reinhauen. Bei trockenen Leckerli wird er sich schnell veschlucken.

Ausnahmsweise sollet ihr hier statt unserer genialen BioSchnauze Leckerchen besser auf Dinge wie Käse, Würstchen, Frikadellen oder ähnliches setzen. Achtet aber bitte auf den Salzgehalt/Zusatzstoffe bei Fleischprodukten.

 

Fazit

Mantrailing ist eine hervorragende Auslastung für jeden Hund. Aber auch eine gute Therapieform für ängstliche Hunde, da das Selbstbewusstsein gesteigert wird. Die wohl bekannteste Rasse am Trail ist sicher der Bloodhound. Trailen kann man aber mit jeder Rasse und jedem Mischling! Die Größe des Hundes ist für das Trailen nicht wichtig. Somit kann man Mantrailing mit jedem Hund machen, der Spaß an dieser Beschäftigung hat.

So kommt euer Hund cool durch den Sommer

Der lang ersehnte Sommer ist nun endlich da und du brauchst eine Abkühlung bei diesen heißen Temperaturen? Dein Hund wahrscheinlich auch.

Was musst du aber bei diesen heißen Temperaturen alles beachten?

Das Allerwichtigste zuerst: ausreichend Wasser zur Verfügung stellen und den Hund NIE NIE NIE im Auto lassen,weder im Schatten noch In der Sonne. Leider hört man ständig von Horrornachrichten, dass Hunde beim einkaufen oder bei Ausflügen einfach im Auto gelassen werden. Wieso denkt denn keiner an die Folgen seines Handelns?

Für manch einen von uns mag Sauna ja ganz nett sein aber für unsere Hunde definitiv nicht. Mal davon abgesehen, dass Hunde relativ schnell an einem Hitzschlag sterben, können sie auch Schäden des Gehirns davontragen, von dem Leid und der Qual im heißen Auto mal abgesehen.

Ich kann es Überhaupt nicht verstehen, wie man es übers Herz bringt seinen treuen Begleiter solch einer Tortur auszusetzen,wo man doch mit gesundem Menschenverstand weiß, dass er im heißen Auto elendlich zugrunde gehen kann. Will ich das wirklich riskieren?

Lasst eure Hunde also lieber zu Hause oder bei einem Hundesitter als ihn bei diesem Wetter überall hin mitzuschleppen.

Sogar bei  20 grad Aussentemperatur  wird es innerhalb von nur 30 min im Auto 36 °C warm. Bei 30 Grad Außentemperatur sind es nach schon 10 min über 37 °C im Auto, nach 30 min 50 °C ! Bei solchen Temperaturen wird es für euren treuen Freund lebensgefährlich.

Das Problem: Hunde können (fast) nicht schwitzen!

Warum ist das so? Das Problem ist, dass unsere Hunde nicht schwitzen können, außer über  wenige Schweißdrüsen an den Pfoten. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur im Gegensatz zu uns Menschen über das Hecheln, aber im Auto ohne Wasser funktioniert das nicht.

Was passiert beim Hecheln im Körper des Hundes? Hecheln entzieht dem Körper Hitze und Wasser. Im Prinzip funktioniert das Hecheln ähnlich wie Schwitzen: Luft wird über eine feuchte Fläche geführt und es entsteht Verdunstungskälte. Allerdings geht dabei dem Hund Wasser verloren – die Folge: Je mehr der Hund hechelt, desto mehr Wasser verliert er und umso dicker wird das Blut – einen Liter pro Stunde kann verdunsten. Das ist enorm viel, vor allem wenn man bedenkt, dass ein mittelgroßer Hund nur etwa ¼ des Flüssigkeitsvorrates von einem Menschen hat.

Durch Hecheln kann der Hund Temperaturen bis zu einer Außentemperatur von ca 30 °C ausgleichen – bei höheren Temperaturen reicht das „Kühlpotenzial“ der Zunge nicht mehr aus, und der Hund braucht zusätzliche Unterstützung.

Leckere AbkLinus_Sonnenbrilleühlung – geht das?

Wahrscheinlich würde euer Hund gerne das tun was ihr auch machen würdet, wenn euch zu warm ist: schwimmen gehen, im Wasser plantschen und Eis essen…

Apropos Eis essen. Dürfen Hunde denn Eis essen? Natürlich sollte er nicht das Eis essen, das wir essen. In Speiseeis ist zu viel Zucker, Milch und häufig leider auch Aromen enthalten. Es gibt jedoch tolle Eisrezepte für Hunde, die in null Komma nichts selbst gemacht sind.

Hier ein  Rezeptvorschlag:

Als Basis kann man Joghurt, Quark oder Hüttenkäse verwenden.

Je nach persönlichen Geschmack eures Hundes könnt ihr nun mit Gemüse und Fleisch variieren oder auch kombinieren. Extra sämig wird es zum Beispiel mit Leberwurst. Thunfisch, Schinkenwürfel, Fleischwurst – erlaubt ist, was gefällt. Rührt doch einfach mal die Lieblings-Leckerchen eures Hundes mit in die vorbereitete Masse ein, z.B. die gesunden Leckerchen von Bioschnauze.

Nur Vorsicht beim tierischen Eis-Genuss:

Auch wenn euer Hund euch für eine kleine Abkühlung dankbar ist, gibt es auch hier einiges zu beachten. Das Eis sollte nicht zu kalt, sondern leicht angetaut sein. Hunde vertragen zu kaltes Essen nicht sehr gut. Von der 1-Liter-Eisbombe für euren Chihuahua solltet ihr absehen. Nehm doch lieber zum Beispiel leere Joghurt-Becher und bereitet das Eis darin. Denn bei zu großen Mengen Eis reagieren einige Hunde mit Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall.

 

Welche Möglichkeiten zur Abkühlung gibt es für deinen Hund sonst noch?

Leider hat nicht jeder von uns einen eigenen Pool im Garten, wie das z.B. in USA häufig der Fall ist, in dem der Hund nach Lust und Laune  rutschen, surfen, springen und schwimmen gehen kann. Daher müssen wir uns eine Alternative zum schwimmen suchen. An den meisten Badeseen herrscht leider Badeverbot für Hunde, kleinere Seen sind oft viel zu schmutzig und brackig. Bei uns in der Nähe gibt es kaum Seen, dafür aber tolle saubere Bäche in denen der Hund zwar nicht schwimmen aber sich auf jeden Fall gründlich abkühlen kann. Unserem Linus reicht das völlig dem der ist überhaupt kein Schwimmer.

Bei einem Labrador würde es auch einfach ein Kübel mit Wasser tun oder auch eine große Maschpfütze wie auf dem Videos von Sully zu sehen ist – typisch Labbi.

Es gibt mittlerweile extra Schwimmbecken für Hunde, die nicht so leicht kaputt zu kriegen sind.

Für diejenigen unter euch die einen Garten haben, ist das bestimmt eine tolle Sache und euer Hund wird es euch danken. Für die „richtigen Wasserratten hilft auch einfach der Rasensprenger um für eine tolle Abkühlung zu sorgen. Im Anschluss an das Hundebad sucht er sich dann am Besten noch ein kühles Plätzchen mit Erde. Dort wird dann ausgiebig in der kühlen Erde gewälzt – kleiner-Wildsau-Look inklusive. Solche Suhlen sind für Hunde auch ohne Bad eine gute Möglichkeit sich abzukühlen: Die oberste Schicht aufgeheizte Erde wird weggegraben um sich dann auf der kühleren Erde darunter abzukühlen – das machen sogar Kängurus in Australien um die teilweise deutlich über 40°C heißen Sommertage zu überstehen.

Im Garten generell wichtig ist es für euren Hund immer ausreichend Schatten und Wasser zu haben.

 

Was muss beim Gassi gehen beachtet werden?

Wann geht ihr in den Sommermonaten denn am liebsten Gassi? Wir bevorzugen die frühen Morgenstunden und am besten im Wald. Da ist genug Schatten und auch kein Asphalt. Denn dieser kann in der Sonne sehr heiß werden sodass sogar die Gefahr einer Verbrennung der Ballen entsteht. Da ist Wald- oder Feldboden doch angenehmer.

Auch zu viel spielen, Radfahren oder anderen Ausdauersport sollte man bei Temperaturen über 30 grad besser unterlassen, da der Kreislauf unseres Hundes in den Keller gehen kann und die Gefahr einer Überhitzung besteht.

 

Nicht vergessen: Körperpflege

Auch die Körperpflege darf bei diesem Wetter nicht zu kurz kommen, denn durch das regelmäßige bürsten kommt mehr Luft an die Haut. Bei langhaarigen Hunden ist ein Sommerschnitt und gegebenenfalls das Ausdünnen des Fells erforderlich.

Was macht euer Hund im Sommer gerne? Schreibt uns doch einfach!

 

Schickt/ postet euer schönstes sommerbild von eurem Hund und wir verlosen unter allen Teilnehmern eine Packung Bioschnauze Leckerchen.

Zeckenabwehr

Zeckenabwehr – wie schützt du deinen Hund?

Die Vielfalt an Zeckenabwehrmöglichkeiten ist wirklich unglaublich. Unsere folgende Auflistung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wir listen auf was uns bekannt ist. Es gibt aus unserer Sicht 4 Kategorien der Zeckenabwehr:

  1. Chemische Zeckenabwehr
  2. Impfungen
  3. Natürliche Zeckenabwehr
  4. Homöopathische Zeckenabwehr

Beginnen wir mit der…

ReagenzgläserChemischen Zeckenabwehr

Darunter fallen wohl die meisten der Spot-on Mittel wie Frontline, Advantix, Ex-Spot, Preventic, Zeckenhalsbänder Scalibor. Dabei handelt es sich um Nervengifte, welche die Zecken abwehren. Der Einsatz dieser Gifte kann von einigen Nebenwirkungen für den Hund begleitet werden:
Übelkeit und Erbrechen, schuppige Haut und stumpfes Fell, Juckreiz bis zu extremen Entzündungsreaktionen und Ekzemen der Haut. Möglich sind auch neurolog. Symptome wie Zittern oder Lethargie. In meiner Tierheilpraxis konnte ich schon Leberbelastungen bis hin zu Leberschäden auf den Einsatz dieser Mittel zurückführen. Die Langzeitwirkungen auf den Organismus sind nicht erforscht.
Ein neueres Problem sind Resistenzen der Zecken gegen diese Mittel, d.h. dass die Mittel gegen entsprechende Zecken keine Wirkung mehr zeigen. Meinen Patienten rate ich von diesen Zeckenabwehrmitteln dringend ab.

SpritzeImpfungen

Eine Impfung hat das Ziel den Geimpften gegenüber bestimmten Krankheiten zu immunisieren. Somit ist klar, dass es bei „Zeckenimpfungen“ (egtl. ist schon der Begriff falsch) nicht darum geht den Zeckenstich zu verhindern, sondern sicherzustellen, dass eventuell übertragene Krankheiten dem Zeckenopfer nichts anhaben können. Uns bekannt ist hier nur die Borrelioseimpfung. Diese wirkt gegen einzelne Bakterienstämme, die Borreliose auslösen können. Leider ist der Schutz gegen Borreliose durch die Impfung aber nicht umfassend. Ebenso sind uns Fälle von Nierenentzündungen bekannt. Und natürlich stechen die Zecken trotzdem und gegen andere Krankheiten ist die Borrelioseimpfung nutzlos.

Biene LavendelNatürliche Zeckenabwehr

Es gibt diverse natürliche Mittel welchen man eine Schutzwirkung gegen Zecken nachsagt:

Knoblauch

Die Gewürz- und Heilpflanze Knoblauch soll gegen Zecken wirken, wobei uns die genaue Funktionsweise nicht bekannt ist. Es ist allerdings so, dass Koblauch bei regelmäßiger Gabe innerhalb weniger Tage toxisch(giftig) für deinen Hund wirkt. Dies ist bedingt durch Schwefelverbindungen, die der Knoblauch enthält. Diese führen zur sog. Hämolyse, d.h. sie zerstören rote Blutkörperchen und lösen so Anämien aus. Man liest davon, dass die zu verabreichende Menge geringer ist als die als toxisch eingestufte notwendige Gabe. Allerdings ergab eine mit Menschen durchgeführte Studie auch, dass die Einnahme von Knoblauch nur  30% weniger Zeckenstiche bewirkte. 30% sind viel, aber definitv nicht genug.[1]

Bernsteinketten

Es muss sich laut der Befürworter um unbearbeiteten echten Rohbernstein handeln. Nur dieser hat den Harzgeruch und läd sich elektrostatisch auf, was die Zecken fernhaften soll. Der Hund muss die Kette dauerhaft tragen damit die Wirkung Bestand hätte. Mit dem Tragen solch dünner Ketten geht allerdings ein nicht unerhebliches Risiko einher. Falls sich die Kette beispielsweise in einem Busch verfängt, besteht ggf. Strangulationsgefahr; wenn der Faden nicht elastisch ist, und bei entsprechender Belastung nicht reißt (Er sollte reißen wenn ein entsprechender Zug ausgeübt wird!). So eine Kette sieht vielleicht süß aus, bei unserem Linus hat es allerdings nichts gebracht.

Bierhefe

Die Bierhefe enthält B-Vitamine, die einen für uns Menschen nicht wahrnehmbaren Körpergeruch erzeugen soll, der die Zecken abschreckt. Um das zu erreichen ist eine tägliche Fütterung erforderlich. Die Bierhefe wird allerdings oft nicht vertragen, da sie häufig zu Magen-Darm-Problemen und Gestank aus dem Maul führt. Wir haben es persönlich noch nicht getestet, denken aber, dass die Nachteile der Unverträglichkeit nicht zu unterschätzen sind.

Ätherische Öle zur äußeren Anwendung

Diversen ätherischen Ölen wie Thymian, Oregano, Wacholder, Grapefruit, Myrrhe, Rosenholz, Geraniol oder Zitrone wird nachgesagt, dass Sie gegen Zecken helfen. Vermutlich (!) soll der Geruch die Zecken abschrecken. Als Nebenwirkungen sind egtl. nur eine ölige Stelle im Fell und ein angenehmer Duft zu erwarten. Wir selbst haben es nicht getestet, erachten die Methode aber als unbedenklich.

Kokosöl

Wir haben von Studien der FU Berlin gelesen die angeblich nachgewiesen haben, dass Zecken die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure nicht mögen und meiden. Und ein Einreiben einen Zeckenschutz von etwa 6 Stunden gewährt. Wir schreiben „angeblich“, nicht weil wir das anzweifeln, sondern weil wir die Studie selbst noch nicht gefunden haben. Wenn jemand einen Link hat freuen wir uns über Rückmeldung!

Unter Annahme der Übertragbarkeit der Studie vom Menschen auf Tiere wie deinen Hund: Da die Schutzwirkung nur für 6 Stunden bestand hat muss der Hund mindestens täglich, ggf. mehrfach eingerieben werden. Auch wenn wir Kokosöl (Kokosfett) sehr gerne zum kochen nutzen ist das vermutlich – insbesondere bei langhaarigen Hunderassen – „eine kleine Sauerei“.

Mönchspfeffer-Spray

Laut Wikipedia ist nachgewiesen, dass Mönchspfeffer Zecken abwehren kann. Leider ist die angegebene Studie nur gegen Bezahlung zu lesen. Produkte die den Mönchspfeffer nutzen, konnte ich keine finden, nur relativ alte Beiträge in Foren zu dem Thema. Es gab wohl mal ein Produkt namens Viticks-Cool-Spray, dass ich aber nicht mehr finden konnte. Bei der Google Recherche bin ich auf das Produkt Aniticks der Firma Alpha Biocare GmbH gestoßen. Dies setzt aber auf den Chemischen Wirkstoff Icaridin.

Schwarzkümmelöl

Die Erforschung der Wirkung von Schwarzkümmelöl hat dem Gymnasiasten Alexander Betz den Bayrischen Jugend forscht Preis eingebracht. Er konnte durch einen Versuchsaufbau feststellen, dass Zecken Schwarzkümmelöl meiden. Dies tat er nachdem sein Hund aufgrund einer anderen Erkrankung Schwarzkümmelöl verabreicht bekommen hatte und seitdem kein Problem mehr mit Zecke hatte. Es kann übers Futter oder Trinkwasser verabreicht werden.  Täglich ca. 3 Tropfen bei sehr kleinen Hunden, 6 Tropfen bei mittelgroßen Hunden, und 10 Tropfen bei großen Hunden. Das funktioniert bei unserem Linus sehr gut!

Zistrose (Cistus incanus)

Auf die Zistrose sind wir bei unseren Nachforschungen für diesen Blogbeitrag gestoßen – und sind sehr interessiert. Zistrose kann äußerlich und innerlich angewendet werden. Es scheint bei Hund und Mensch gut zu wirken. Das werden wir uns besorgen und testen!

HomöopathieHomöopathische Mittel

In meiner Tierheilpraxis empfehle ich häufig das homöopatische Mittel Ledum in der Potenz C200.  Eine Gabe von 3-5 Globuli alle 8 Wochen bewirkt einen verminderten bis ausbleibenden Zeckenbefall. Die Patienten bzw. ihre Halter sind begeistert! Es ist komfortabler als Mittel, die täglich gegeben werden müssen.

Mein Fazit:

Es gibt keine Wundermittel… Hunde sind auch Individuen und reagieren unterschiedlich. Am besten ihr probiert aus was bei eurem Hund hilft. Für eine eingehende Beratung stehe ich in meiner Tierheilpraxis gerne zur Verfügung!

 

Warnung

Die hier empfohlenen Mittel bitte niemals bei Katzen anweden. Einige der Mittel sind für Katzen tödlich!

 

Quellen

Quellen:
http://wikipedia.de

[1] https://www.giftkoeder-radar.com/blog/2014/05/hilft-knoblauch-bei-hunden-tatsaechlich-gegen-zecken-und-floehe/

Bildquellen:

Zecke im Titelbild: https://de.wikipedia.org/wiki/Zecken#/media/File:Ixodes_hexagonus_(aka).jpg aufgenommen von André Karwath

Reagenzgläser: http://www.publicdomainpictures.net/view-image.php?image=148945&picture=&jazyk=DE

Spritze: https://pixabay.com/de/spritze-medizin-finger-957260/

Gefahren durch Zecken

Gefahren durch Zecken für deinen Hund

Zecken

Jedes Jahr im Frühjahr beginnt aufs neue der Kampf gegen die Zecken. Egal ob wir einen Spaziergang über eine Wiese machen, im Wald eine Wanderung unternehmen, oder im eigenen Garten sitzen und picknicken, die Zecken lauern vermutlich schon. Mensch und Tier müssen danach jedes Mal untersucht werden, ob sich nicht einer der Plagegeister festgebissen hat und sich nun an unserem Blut gütlich tut. In diesem Artikel wollen wir einen Überblick über das Thema Zecken geben und einige Möglichkeiten aufzeigen, die man zur Abwehr der Plagegeister nutzen kann.

Welche Zeckenarten gibt es?

Es gibt weltweit mehr als 900 Zeckenarten, von denen einige bedeutende Krankheitsüberträger sind.
In Deutschland weit verbreitet ist der gemeine Holzbock. Mit einer Größe von 2,5 bis 4,5mm sind diese Spinnentiere sehr klein und nicht immer auf den ersten Blick zu entdecken. Außerdem gibt es noch Igelzecken, Schafzecken, Auwaldzecken und einige Arten die fast ausschließlich von Vögeln als Wirten leben. Die weltweit am häufigsten Menschen befallende Zecke ist die braune Hundezecke, welche allerdings bevorzugt Hunde als Wirte nutzt. Nördlich der Alpen ist es dieser Art allerdings meist zu kalt, weswegen sie nur in den Sommermonaten durch Einschleppung in Deutschland vorkommt. In Südeuropa ist sie aber ganzjährig anzutreffen.

Wie läuft der Zeckenbefall ab?

Zecken suchen sich ihre Wirte mittels ihrer Sinnesorgane, welche ihnen helfen ausgeatmetes Kohlendioxid, Urin und Schweiß wahrzunehmen. Mit ihrem Stechapparat bohren sie sich dann an einer warmen und bevorzugt feuchten Stelle in die Haut ihres Wirts und saugen dann hauptsächlich Lymphflüssigkeit, Blut und Gewebeflüssigkeit.

 

DAS PROBLEM: KRANKHEITEN

Allein die Tatsache, dass ein Parasit der sich von den eigenen Körperflüssigkeiten, oder denen deines Vierbeiners ernährt ist zwar unangenehm, aber nicht das eigentliche Problem, das tun Moskitos beispielsweise ebenso. Allerdings sind Zecken Überträger einiger Krankheiten. Verschiedene Zeckenarten übertragen unterschiedliche Krankheiten. Wir wollen hier einen kleinen Überblick geben ohne zu sehr auf die Details einzugehen. Bei tiefergehendem Interesse ist Wikipedia eine gute Anlaufstelle.

Im folgenden geben wir einen kleinen Überblick über mögliche durch Zecken übertragene Krankheiten und deren Symptome. Dies dient ausschließlich zur Verdeutlichung der Risiken eines Zeckenbisses beim Hund und soll aufzeigen dass sich präventive Maßnahmen definitv lohnen. Wie immer gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen(sofern möglich!). Wir empfehlen dir den folgenden Abschnitt nicht zu lesen wenn Du sehr ängstlich oder besorgt bist. Statt sich Angst zu machen, konzentriere dich besser auf die vorbeugenden Maßnahmen.

 

  • BORRELIOSE

    Borreliose ist eine Infektionskrankheit, welche durch die Bakterien vom Stamm Borrelia ausgelöst wird und sorgt unter anderem für Fieberschübe oder befällt Organe wie Haut, Nervensystem oder Gelenke. Grippeähnliche Symptome und starke Muskel- und Gelenkschmerzen sind ebenfalls bekannt.

  • BABESIOSE

    Aufgrund der vergleichbaren Symptome wird die Babesionse manchmal mit Malaria verwechselt. Bei Hunden spricht man sogar von der Hundemalaria. Die Krankheit verläuft mit hohem Fieber und endet unbehandelt binnen weniger Tage tödlich. Glücklicherweise wird die Krankheit meist erst nach 24 bis 48 Stunden übertragen. Wenn man die Zecke vorher entdeckt und entfernt, hat man wahrscheinlich nichts zu befürchten.

  • ANAPLASMOSE

    Eine beim Hund meist stumm, d.h. ohne Symptome verlaufende Erkrankung welche durch Bakterien ausgelöst wird. Symptome wie Fressunlust, Fieber, punktförmige Blutungen und Nasenbluten sind aber möglich. Bei sehr schwerem Verlauf auch Husten, vermehrtes Trinken, Magen-Darm-Symptome und neurologische Störungen, abhängig davon welche Organe befallen sind.

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

    Scheinbar haben gesunde Hunde eine gute Chance trotz Kontakt mit dem Erreger nicht zu erkranken[1]. Sonst sind Symptome zu erwarten wie Fieber, Verhaltensauffälligkeiten (von Aphasie bis Aggression), Krämpfe, Störungen beim Gang, Lähmungen und erhöhtes Schmerzempfinden. Leider endet die FSME beim Hund oft tödlich.

  • EHRLICHIOSE

    Die Ehrlichios kommt hauptsächlich in Tropen und Subtropen vor, aber auch im Mittelmeerraum und wird durch die braune Hundezecke übertragen. Die möglichen Symptome sind vielfältig: Fieber, Nasenbluten, verschleimte Nase, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Atemnot, auch Störungen des Nervensystems, die sich durch Muskelzuckungen und Überempfindlichkeit äußern.

  • HEPATOZOONOSE

    Die Hepatozoonose ist eine durch Bakterien parasitäre Einzeller verursachte Erkrankung. Die Symptome sind Fieber, Gewichtsverlust und Schmerzen in der Lendengegend. Blutige Durchfälle sind ebenfalls möglich.

 

RAUS MIT DER ZECKE – ABER RICHTIG!

Wenn jetzt aber doch mal eine Zecke angebissen hat, sollte man diese schnellstmöglich entfernen. Daher ist es unerlässlich den Hund nach jedem Spaziergang, Ausflug in den Wald oder den Garten und ähnlichem gründlich abzusuchen. Findet man einen der Plagegeister sollte man in zeitnah entfernen. Panik und Hektik sind unangebracht, die Devise „was du Heute kannst besorgen geht genauso gut auch Morgen“ allerdings auch. Verschiedene Krankheiten übertragen sich nur, wenn die Zecken über längeren Zeitraum saugen können. Entferne die Zecke also bitte zügig.

So nicht!

Leider liest man gelegentlich auch von unsinnigen Vorschlägen wie man Zecken entfernen soll. Keinesfalls sollte man die Zecke einfach abreißen, denn dann bleibt der Kopf, vielleicht auch nur das Beißwerkzeug in der Haut stecken – böse Entzündungen inklusive. Gleiches gilt fürs Zerdrücken was bei jeder Art der Zeckenentfernung zu vermeiden ist, da sonst Flüssigkeiten von der Zecke in die Wunde gedrückt werden und die Infektionsgefahr deutlich steigt.
Kleber, Seife, Salz und Öl – alles Dinge die man definitiv nicht verwenden sollte. Man versetzt die Zecke dadurch in Panik und erstickt sie vermutlich. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Zecke sich in die Einstichstelle erbricht und die Infektionsgefahr steigt drastisch.

Und wie geht’s richtig?

Man nimmt eine Zeckenzange, Zeckenkarte oder einen Zeckenhaken. Sollte das alles nicht zur Hand sein, geht es auch mit einer Pinzette. Allerdings ist das deutlich schwieriger und die Wahrscheinlichkeit, dass man die Zecke abreißt ist deutlich höher. Die besten Erfahrungen haben wir mit den kleine Zeckenhaken gemacht.
Die Aufnahme des Zeckenhakens wird zwischen die Haut des Patienten und den Kopf der Zecke geschoben, so dass das Beißwerkzeug in dem kleinen Spalt fixiert ist. Dann wird der Zeckenhaken vorsichtig gedreht und die Zecke dadurch aus der Wunde heraus gedreht. Auch hier gibt es „Verschwörungstheorien“ in welche Richtung man drehen muss. Fakt ist, dass Zecken weder ein Rechts- noch ein Linksgewinde haben. Wichtig ist, dass man langsam und vorsichtig dreht. Wenn die Zecke dann entfernt wurde, sollte man sie töten um ihr keine Gelegenheit zu geben erneut zuzustechen.

Die allerbeste Methode ist aber der Zecke die Lust am Stechen zu nehmen…

Hinweis

WIE IHR DEN ZECKENSTICH VERHINDERT ERFAHRT IHR IM NÄCHSTEN BLOGBEITRAG!

 

BIldquellen

Auf dieser Seite verwenden wir folgende Bilder gemäß den entsprechenden Lizenzen und danken den Urhebern!

Titelbild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ixodus_ricinus_5x.jpg von Richard Bartz

Quellen

[1]http://www.laboklin.de/pdf/de/news/fsme_2004.pdf

Reiseapotheke für Hunde

Reiseapotheke für Hunde

In unserem letzten Beitrag sind wir auf das Thema Urlaub mit dem Hund eingegangen und haben die medizinische Versorgung nur als Unterthema behandelt. Mir als Tierheilpraktikerin liegt das Wohlergehen unserer Vierbeiner aber natürlich ganz besonders am Herzen. Im Urlaub ist schnell mal etwas passiert: ein Holzsplitter, eine Glasscherbe in der Pfote, eine Zecke im Ohr oder vielleicht eine Bisswunde vom übellaunigen Artgenossen. Schon steht man vor der Herausforderung seinen Liebling medizinisch zu versorgen. Der nächste Tierarzt ist vermutlich nicht gerade um die Ecke und die Telefonnummer natürlich auch nicht zur Hand. Und jetzt? Glücklicherweise hast du vor deinem Urlaub unseren Beitrag gelesen und kommst nicht in diese Situation.

Reiseapotheke für HundeDie Reiseapotheke für Hunde

Die Reiseapotheke für Hunde sollte für folgende Fälle ausgestattet sein:

  • Schutz des Menschen
  • Entfernen von Fremdkörpern
  • Wunden und Verletzungen
  • Vergiftungen
  • Infekte
  • Checkliste (als Download)

 

Untersuchung mit HandschuhenSchutz des Menschen

Bei der Untersuchung und Behandlung von Tieren ist zuallererst auf den Schutz der Menschen zu achten. In Stresssituation oder bei Schmerzen kann euer Hund im Affekt schnell mal zubeißen oder kratzen. Selbst kleine Hunde haben eine erstaunliche Beißkraft. Daher ist es ratsam vor der Behandlung einen Maulkorb anzulegen oder mit einer Mullbinde eine Maulschlinge anzubringen, wobei immer der Maulkorb vorzuziehen ist. Daher sollte auch ein Maulkorb in die Reiseapotheke für Hunde.

Achtung: Bei Hunderassen mit kurzen Schnauzen wie z.B. Boxer, Mops, Pekinese, usw. dürfen die Maulschlingen nicht angewendet werden weil dadurch die weichen Teile der Nase verletzt werden und die Atemwege leicht abgedrückt werden könnten!

Die Pfoten sollten so gut es geht fixiert werden, am besten von einem Helfer. Insbesondere bei kleinen Hunden sollte man aber darauf achten nicht zu viel Kraft auszuüben um den Hund nicht zusätzlich zu verletzen! Lange Ärmel können vor Kratzern schützen.

Bei der Behandlung von Wunden sollten Schutzhandschuhe getragen werden. Damit schützt man Mensch und Hund vor gegenseitigen Infektionen.

 

Beginnen wir mit dem meist harmlosen Fall:

Entfernen von Fremdkörpern

Die Zecke im Ohr, der Spreißel im Beinchen oder der Dorn in der Pfote? Hierfür benötigt man Werkzeuge mit denen die Fremdkörper entfernt werden können. Dazu gehören:

  • Pinzette
  • Zeckenzange oder Zeckenkarte
  • Taschenlampe um Fremdkörper besser erkennen zu können.

Doch manchmal gibt es dabei den Bedarf die entstandene Verletzung zu versorgen.

 

Wunden und Verletzungen

Schnell hat dein Liebling sich beim Suchen vom Spielzeug im Unterholz mal einen Kratzer zugezogen oder nach dem Entfernen vom Spreißel oder Zecke blutet es ein bisschen. Daher ist Verbandszeug sehr wichtig. Folgendes muss in jede Reiseapotheke:

  • Desinfektionsmaterial
    • Schutzhandschuhe
    • Desinfektionsspray z.B. Octenisept
    • Salbe mit antiseptischer Wirkung (z.B. Povoidon-Iod / Betaisodona)
  • Hilfsmittel
    • Einwegspritze ohne Kanüle
  •  Verbandszeug
    • Mullbinden
    • Mullkompressen
    • Sterile Mulltupfer
    • Verbandswatte
    • Haftbinden oder Fixierbinden
    • Verbandsschere
    • Fixierpflaster
    • Babysocken oder Hundeschuhe

Linus mit VerbandAnwendung:

Zuerst muss die Verletzug gesäubert und von Fremdkörpern befreit werden. Wenn die Wunde stark verschmutzt ist, kann man Sie z.B. mit klarem Wasser ausspülen. Anschließend muss die Wunde desinfiziert werden. Dazu nimmt man das Desinfektionsspray oder für schwer zugängliche stellen wie z.B. die Ballenzwischenräume in den Pfoten eine Einwegspritze ohne Kanüle(Nadel) um das Desinfektionsmittel zielsicher aufzutragen. Bei oberflächlichen Verletzungen kann auch eine Salbe mit antiseptischer Wirkung aufgetragen werden.

Anschließend wird die Verletzung mit Verbandsmaterial geschützt. Da bei Hunden Pflaster wegen des Fells nicht kleben, muss hier immer mit Verbandsmaterial gearbeitet werden. Steriles Material kommt immer direkt auf die Wunde und wird gegebenenfalls mit Verbandswatte gepolstert. Zum Abschluss wird alles mit einer Binde (z.B. Mull oder Fixierbinde) befestigt. Mit Fixierpflaster hält der Verband dann lange genug um den Patienten nötigenfalls zum Tierarzt zu bringen. Bitte nicht den ganzen Hund einpacken… 🙂

Bei verletzten Pfoten ist ein Verband der länger als 5 Minuten hält etwas für Profis. Als Laie kann man sich da mit Hundeschuhen behelfen, eine ausgediente Babysocke tut es aber genauso (wenn ihr nicht gerade eine Dänische Dogge habt). Zieht diese einfach über den provisorischen Verband. Geht bei Pfotenverletzungen aber bitte sofort zum Tierarzt.

 

Vergiftungen

Gerade in unbekannter Umgebung sind wir Hundehalter besonders aufmerksam um sicherzustellen dass unser Vierbeiner nichts aufnimmt was ihm schaden könnte. Leider passiert dies aber oft schneller als man reagieren könnte. Falls man nicht sicher ist, was der Hund aufgenommen hat, sind Aktivkohletabletten eine gute Erstmaßnahme, da Sie die möglicherweise aufgenommenen Giftstoffe in ihrer Wirkung mindern. Daher sind sie ein wichtiger Bestandteil der Reiseapotheke für Hunde! Anzeichen für Vergiftungen sind unter anderem:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kreislaufprobleme
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Geweitete Pupillen
  • Verzögerte Reflexe
  • Apathisch (reagiert nicht mehr schnell)
  • Lähmungserscheinungen
  • Einblutungen

GiftigWICHTIG: Auf jeden Fall solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen und ihm nach Möglichkeit Erbrochenes, Ausgeschiedenes und die giftige Substanz mitbringen. Vergiftungen sind nicht durch Laien behandelbar. Kohletabletten sind nur eine gute Erstversorgung, ersetzen aber unter keinen Umständen den Tierarztbesuch!

Vergiftungen sind immer Lebensbedrohlich! Zögere nicht!

 

Infekte

Genauso wie wir Menschen werden auch unsere Viereiner ab und zu krank und bekommen Schnupfen, Husten, Halsweh und ähnliches…

Um herauszufinden, ob unser Liebling einen Infekt hat, ist der erste Schritt Fieber zu messen. Dazu brauchen wir ein digitales Fieberthermometer mit flexibler Spitze. Dies wird mit Hilfe von Melkfett, Vaseline oder Öl vorsichtig in den Anus eingeführt. Wie lange die Messung dauert, entnehmt ihr der Bedienungsanleitung eures Fieberthemometers. Die normale Körpertemperatur liegt beim Hund zwischen 37,5°C und 38,5°C. Wenn die Körpertemperatur deutlich erhöht ist(ab ca. 39°C) ist ein Tierarztbesuch empfehlenswert. Dies ist aber auch vom Allgemeinzustand des Hundes abhängig. Spielt er freudig mit dir oder liegt er erschöpft in der Ecke? Geht die Temperatur in Richtung 40°C führt am Tierarztbesuch kein Weg vorbei.

Zur Stärkung des Immunsystems können ähnlich wie beim Menschen Präparate wie Echinacea, natürliche Formen von Vitamin C wie z.B. Hagebutten(Getrocknet, als Pulver o.ä.) oder Aloe Vera beispielsweise in Saftform übers Futter verabreicht werden. Damit der Hund sich gut erholen kann sind folgende Dinge zu beachten: Viel Ruhe, trockene und warme Liegeplätze, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und kurze Spaziergänge (sofern möglich nicht im Regen).

 

Notfallkontakte

Zuhause hast du die Rufnumer deines Tierarztes und/oder der nächsten Tierklinik sicher schnell zur Hand. Und am Urlaubsort? Frag an der Hotelrezeption, beim Vermieter der Ferienwohnung, dem Campingplatzbetrieber o.ä. nach. Oder in einer Apotheke. Notiere dir dann die Telefonnummer und Anschrift – am besten gleich im Handy.

 

Checkliste

Egal ob du deine Reiseapotheke für Hunde selbst zusammenstellst, oder dir eine fertige kaufst, kannst du mit unserer Checkliste schnell prüfen ob du an alles Gedacht hast.

Zum kostenlosen Download klicke hier: Notfall Checkliste für Hunde auf Reisen v2

 

Warnhinweise

Die hier besprochenen Ersthilfemaßnahmen im Rahmen des Einsatzes einer Reiseapotheke für Hunde sind beispielhaft zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Keinesfalls können diese einen fachkundigen Rat durch veterinärmedizinisches Fachpersonal ersetzen. Dieser Artikel spiegelt unsere persönliche Meinung wieder. Daher schließen wir jegliche Haftung aus. Solltest du dir unsicher sein oder dich dahingehend näher Informieren wollen wäre eine Erste-Hilfe Kurs für Hunde eine Möglichkeit.

Viele Grüße und gute Gesundheit,

Kristin

Urlaub mit dem Hund

Gut gerüstet für deinen Urlaub mit dem Hund

Während ich diese Zeilen schreibe ist draußen endlich wieder Sommer! Die letzten Wochen war Regen angesagt, sogar Rock am Ring wurde abgebrochen und das ist eigentlich als „Schlammschlacht“ bekannt. Die Sonne vertreibt die Gedanken an das schlechte Wetter aber schnell und daher denke ich gleich an Urlaub. Wie auch immer, Thema ist…

 

… Urlaub mit dem Hund

Wenn man in Deutschland oder im europäischen Ausland Urlaub macht ist es ja oft möglich den Hund mitzunehmen. Heute wollen wir uns mal der Frage widmen, was man denn alles für seinen Vierbeiner im Gepäck haben sollte, wenn die große Reise ansteht. Aus meiner Sicht sind folgende Bereiche wichtig:

  • Trinken
  • Futter
  • Medizinische Versorgung
  • Bettchen
  • Spielzeug

Diesen Bereichen widmen wir uns jetzt im folgenden.

Faltbarer TrinknapfTrinken

Bei einer längeren Autofahrt muss sichergestellt werden, dass euer Vierbeiner ausreichend Wasser bekommt. Die Sonne knallt aufs Auto und wärmt es auf, die Klimaanlage trocknet die Luft aus und so verlieren Mensch und Tier schnell eine Menge Flüssigkeit. Gönnt eurem Hund in regelmäßigen Abständen eine Pause und bietet ihm ausreichend Wasser an. Zwar schwitzen Hunde nicht wie Menschen über die Haut, sondern regulieren Ihre Körpertemperatur über Mund,  Nase, Zunge und die Pfoten (nur da haben Sie Schweißdrüsen), allerdings verlieren Sie dadurch genauso eine Menge Flüssigkeit. Daher ist Wasser für den Hund ein muss. Wie Ihr das Wasser „serviert“ wird eurem Hund herzlich egal sein, es ist also eine Komfortfrage. Es gibt Trinkflaschen für Hunde mit eingebautem Napf (Unsere waren bisher nie so richtig dicht) und flexible Gummi-Näpfe die sich leicht verstauen lassen, und der Metallnapf von Zuhause tut es auch. Wir sind da allerdings ganz pragmatisch und schütten für Linus einfach etwas Wasser in  unsere Hände von wo er es prima aufnehmen kann. Am besten ihr lasst ihn so lange trinken bis er nichts mehr will. Denkt aber bitte daran ihm dann auch Gelegenheit zu geben, das Wasser wieder abzulassen. Ebenso wie Ihr wird auch er nicht alles „ausschwitzen“…

 

Banana Power VerpackungFutter

Zum Thema Futter im Urlaub mit dem Hund eine kleine Anekdote welche der freundliche Herr von der Futtermittelbehörde uns bei seinem ersten Besuch bei uns erzählt hat:

Ein Hundehalter ruft bei Ihnen an und beschwert sich über eine bestimmte Futtersorte. Nachdem er das erste mal eine Dose davon seinem Hund gefüttert hat, musste der sich übergeben. Nach einigem Hin und Her kam dann jedoch das nicht ganz unwichtige Detail heraus, dass der Hundehalter das neue Futter am ersten Urlaubstag verfüttert hat. Sie waren mit dem Wohnmobil in den Bergen unterwegs. Serpentinen rauf, Serpentinen runter – im Wohnmobil. Wer wie ich als Kind quasi nur Wohnmobilurlaub gemacht hat weiß gut , dass man dabei „seefest“ sein muss. Daraus lernen wir 2 wichtige Punkte:

  1. Auch Hunden kann beim Autofahren schlecht werden. Wirklich!
  2. Stellt das Futter NIE – ich meine wirklich NIE! in einer für den Hund stressigen Situation um. Und glaubt mir – eine lange Autofahrt ist für euren Hund Stress.

Also: Nehmt das Futter mit, das ihr immer habt und verfüttert an Reisetagen auch eine eher kleine Portion.

 

Linus mit VerbandMedizinische Versorgung

Genauso wie manche Menschen medizinische Bedürfnisse haben, ist das auch für viele Hundebesitzer ein Thema an das sie denken sollten. Epilepsietabletten, Heuschnupfenmittel, oder einfach „den Trichter“ weil er öfter mal die Pfoten Wund schleckt (klärt das aber dringend mit einem Profi ab, das kann ein Anzeichen von Stress sein!). Bitte für den Urlaub mit dem Hund alles einpacken was euer Vierbeiner im täglichen Leben so braucht! In einem späteren Blogpost werden wir hierauf noch weiter eingehen…

 

Linus im Bettchen„Bettchen“

Ob ein Bettchen, eine Decke, ein Kissen oder sonst etwas für dem Urlaub mit dem Hund wirklich notwendig ist, hängt ganz von eurem Hund ab. So wie der eine Mensch nur in seinem eigenen Bett in den eigenen vier Wänden gut schläft und der andere schon eingeschlafen ist, bevor er über sowas auch nur hätte nachdenken können, gibt es eben auch verschiedene Typen beim Hund. Ihr kennt euren Hund am besten. Wenn er es braucht, vergesst es besser nicht 😉

 

Linus spieltSpielzeug

Sicher wollt Ihr auch im Urlaub euren Hund ordentlich auslasten und schöne Stunden mit Ihm verbringen. Meistens ist kein „ganzer Koffer voll“ Spielzeug notwendig, aber den Lieblingsball, das Lieblingsstofftier oder ähnliches könnte man schon einpacken. Außer ihr habt einen wie unseren Linus der nach ca. 10 Sekunden das Interesse an 95% der Spielzeuge verliert und lieber etwas suchen darf, oder meinetwegen auch mal an einem Stock zieht. Den muss man wohl nicht mitnehmen…

 

 

Haben wir etwas vergessen? Was ist für euren Hund so wichtig, dass ein Urlaub mit dem Hund „ohne“ nicht denkbar ist?

Schreibt uns doch hier in die Kommentare oder Antwortet auf den Post bei Facebook.

 

Viele Grüße,

Thomas

Hallo Welt!

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Bioschnauze.de!

Hier werden wir in regelmäßigen Abständen Artikel, News, Bilder, Videos und Informationen rund um das Thema Hund posten.